Sonntag, 3. Mai 2026
Superbia. Das Laster der Narren. Wie man sich lächerlich macht.
Die Mutter aller Laster heisst: Superbia. Stolz, Hochmut, Überheblichkeit, Selbstüberschätzung, Narzissmus – die Superbia ist nicht wählerisch. Was immer ihr nützt, um dir zu hofieren. Bis du tatsächlich glaubst, du seist unersetzlich. Warum man der Superbia nicht trauen kann: heute im Sonntagswort.
Das
Sonntagswort-Video
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Trouvaille aus dem Schatz des Christentums
Superbia: Hochmut ist das Laster der Narren.
«Wer sich einbildet, etwas zu sein, obwohl er nichts ist, betrügt sich selbst.»
Galater 6:3Der Sonntagstipp
«Steh dazu: Du bist ein Narr. Wie alle anderen auch.»
📆 Der christliche Kalender – Liturgische Ausgehtipps
Donnerstag, 14. Mai 2026: «Christi Himmelfahrt» / «Auffahrt»
Christi Himmelfahrt (in der Schweiz «Auffahrt») handelt von einem scheinbaren Schlusspunkt der Geschichte Jesu Christi: seinem Aufstieg zum Vater.
Angefangen hatte alles mit einem Abstieg. Denn die Geburt an Weihnachten zeigte an, wie sehr sich Gott herablässt auf unsere Erde, sich einlässt auf unsere Weltgeschichte: eine Erdung Gottes in Christus. Nicht für eine kurze Visite, sondern zum Heil der Welt.
Das heutige Fest zeigt das andere Ende der Geschichte: die menschliche Sichtbarkeit Jesu gibt es nicht mehr. Das christliche Glaubensbekenntnis (das sogenannte Credo) fügt aber an: „Er sitzt zur Rechten des Vaters.“ Dabei geht es nicht um einen „Beisitzer“, sondern um die gleiche Herrlichkeit, die gleiche Herrschaft wie die des Vaters.
Das Wort Jesu „Ich und der Vater sind eins“ gilt immer, vor dem Abstieg auf die Erde, während seines Lebens auf unserer Erde, und genauso nach dem Aufstieg. Das Spannende dabei: wenn Gott Mensch geworden ist, dann lebt nun, ab dieser Auffahrt, alles Menschliche im Himmel.
„Himmel“ ist aber kein Ort, sondern die pure Gegenwart Gottes. Und genau da will Jesus uns allen „einen Platz bereiten“. Es ist kein Platz im geographischen Sinn, sondern wortwörtlich ein Platz im Herzen Gottes.
„Von dort wird er kommen“, sagt das Credo weiter. Auch dieses „dort“ ist eben kein Ort, sondern ein ungeheurer Zusammenhang zwischen dem hiesigen und dem ewigen Leben.
Im Grunde feiern wir am Donnerstag diesen Zusammenhang zwischen oben und unten, Niederlage und Aufstehen, Tod und Leben, Mensch und Gott. Was wir auseinander halten und nicht zusammenbekommen, was wir als scharf getrennt denken und empfinden, ist alles eins in Christus.
Matthias Marx


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