Die Trouvaille aus dem Christentum
Superbia: Hochmut ist das Laster der Narren.
«Wer sich einbildet, etwas zu sein, obwohl er nichts ist, betrügt sich selbst.»
Galater 6:3
Der Sonntagstipp
Steh dazu: Du bist ein Narr. Wie alle anderen auch.
Sonntag, 3. Mai 2026
Die Mutter aller Laster heisst: Superbia. Stolz, Hochmut, Überheblichkeit, Selbstüberschätzung, Narzissmus – die Superbia ist nicht wählerisch. Was immer ihr nützt, um dir zu hofieren. Bis du tatsächlich glaubst, du seist unersetzlich. Warum man der Superbia nicht trauen kann: heute im Sonntagswort.
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Paul Klee war ein schweizerisch-deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts (gestorben 1940). Expressionismus, Kubismus und Surrealismus: das war seine Welt. Berühmt geworden ist er für seine poetischen, oft spielerischen Bilder mit feinen Linien und leuchtenden Farben.
Klee wurde in der Nähe von Bern geboren, in Münchenbuchsee, wo heute ein Mitglied unseres Sonntagswort-Teams wohnt. Dort verbrachte er seine Kindheit, später ging er nach Deutschland, er arbeitete vor allem am Bauhaus.
Das Bauhaus war eine einflussreiche Kunst- und Designschule (1919–1933), zuerst in Weimar, später in Berlin. Dort wollte man Kunst, Handwerk und Architektur verbinden – also nicht nur schöne Bilder malen, sondern auch Möbel, Häuser, Typografie und Alltagsgegenstände gestalten.
Später musste Paul Klee vor den Nationalsozialisten fliehen, so kam er 1933 wieder zurück in die Schweiz. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er dann tatsächlich in Bern, wo er 1940 starb. Heute erinnert dort das Zentrum Paul Klee mit einer grossen Sammlung an ihn.
Die Trouvaille aus dem Christentum
Superbia: Hochmut ist das Laster der Narren.
«Wer sich einbildet, etwas zu sein, obwohl er nichts ist, betrügt sich selbst.»
Galater 6:3
Der Sonntagstipp
Steh dazu: Du bist ein Narr. Wie alle anderen auch.
Patrick Yenni
„Verständlich, dass Sie den Narren als Bild für Superbia verwenden – das ist eine starke mittelalterliche Tradition. Der Narr erinnert uns daran, dass wir alle Gefahr laufen, uns selbst zu wichtig zu nehmen.
Trotzdem ist es heute wichtig, auch die andere Seite zu sehen: Der Hofnarr war oft der einzige, der dem Mächtigen die Wahrheit ins Gesicht sagen durfte. Genau diese mutige Kritik brauchen wir heute auch. Satiriker und Kritiker sind keine Hochmütigen, sondern oft die Letzten, die noch ungeschminkt sagen, was ist.
Der Narr mahnt uns vor Selbstüberschätzung, aber er erinnert uns gleichzeitig, wie wertvoll ehrliche Kritik ist.“