Auffahrt / Christi Himmelfahrt, 14. Mai 2026

Christi Himmelfahrt: Es gibt mehr als die Welt hier unten.

«Auffahrt»: so heisst das Fest in der Schweiz. Christus «fährt auf» in den Himmel, verschwindet hinter der Wolke und ward nicht mehr gesehen. So sagen es die damaligen Zeitzeugen. Klingt ziemlich abenteuerlich. Christentum besteht eben nicht nur aus Werten, sondern auch aus Wundern. Aber warum soll man das zu einem Feiertag machen? Was bedeutet Christi Himmelfahrt heute?

Das
Sonntagswort-Video
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  1. Ein Staunen über das wunderbare Auferstehungsbild würde den Glauben an den Verstand und seine vermeintliche Realität ev. etwas relativieren.

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anonymus: Reidersche Tafel (c. 400 n.Chr.)

Trouvaille aus dem Schatz des Christentums

Christi Himmelfahrt / Auffahrt ist der Übergang von der sichtbaren Gegenwart Jesu in Fleisch und Blut zu einer neuen, unsichtbaren Form seiner Gegenwart.
Der Tag erinnert uns daran, dass es mehr gibt als die Welt «hier unten».

«Er wurde vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.»

Apostelgeschichte 1:9

Der Sonntagstipp

«Erwarte immer noch mehr, als du schon siehst.»

📆 Der christliche Kalender – Liturgische Ausgehtipps

Donnerstag, 14. Mai 2026: «Christi Himmelfahrt» / «Auffahrt»

aus dem Jahr 400 n.Chr., eine Elfenbein-Schnitzerei genannt «Reidersche Tafel»

 

Christi Himmelfahrt (in der Schweiz «Auffahrt») handelt von einem scheinbaren Schlusspunkt der Geschichte Jesu Christi: seinem Aufstieg zum Vater.

Angefangen hatte alles mit einem Abstieg. Denn die Geburt an Weihnachten zeigte an, wie sehr sich Gott herablässt auf unsere Erde, sich einlässt auf unsere Weltgeschichte: eine Erdung Gottes in Christus. Nicht für eine kurze Visite, sondern zum Heil der Welt.

Das heutige Fest zeigt das andere Ende der Geschichte: die menschliche Sichtbarkeit Jesu gibt es nicht mehr. Das christliche Glaubensbekenntnis (das sogenannte Credo) fügt aber an: „Er sitzt zur Rechten des Vaters.“ Dabei geht es nicht um einen „Beisitzer“, sondern um die gleiche Herrlichkeit, die gleiche Herrschaft wie die des Vaters.

Das Wort Jesu „Ich und der Vater sind eins“ gilt immer, vor dem Abstieg auf die Erde, während seines Lebens auf unserer Erde, und genauso nach dem Aufstieg. Das Spannende dabei: wenn Gott Mensch geworden ist, dann lebt nun, ab dieser Auffahrt, alles Menschliche im Himmel. 

„Himmel“ ist aber kein Ort, sondern die pure Gegenwart Gottes. Und genau da will Jesus uns allen „einen Platz bereiten“. Es ist kein Platz im geographischen Sinn, sondern wortwörtlich ein Platz im Herzen Gottes.
„Von dort wird er kommen“, sagt das Credo weiter. Auch dieses „dort“ ist eben kein Ort, sondern ein ungeheurer Zusammenhang zwischen dem hiesigen und dem ewigen Leben. 

Im Grunde feiern wir am Donnerstag diesen Zusammenhang zwischen oben und unten, Niederlage und Aufstehen, Tod und Leben, Mensch und Gott. Was wir auseinander halten und nicht zusammenbekommen, was wir als scharf getrennt denken und empfinden, ist alles eins in Christus.

Matthias Marx

Musik für einen Kaffee
am Sonntagmorgen
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Ein Gedanke zu „Christi Himmelfahrt: Es gibt mehr als die Welt hier unten.“

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